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11 Lügen, die jeder kennt

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11 Lügen, die jeder kennt

11 Lügen, die jeder kennt

Naja, Lügen hört sich schon etwas krass an. Nennen wir es doch Ausreden, denn es ist ja nicht bewusst oder böswillig gemeint, oder doch? Ob “Lüge” oder ”Ausrede”, folgende Aussagen kennst du bestimmt auch:

1. “Ich hab keine Zeit”

“Ich hab keine Zeit” ist nicht nur eine tolle und schnelle Ausrede, sondern zeigt anderen auch, dass ich viel beschäftigt und gefragt und wichtig bin. Wichtiger als die Probleme des anderen. Trotzdem bleibt es eine Ausrede, denn im Grunde genommen hat jeder Zeit. Denn nichts ist gerechter als die Zeit verteilt. Jeder hat 24 Stunden am Tag. Der Unterschied liegt darin womit ich diese 24 Stunden fülle. Schlafen? Party? Produktiv sein? Chillen und Lieblingsserie gucken? Es liegt an mir, was ich mit der Zeit anstelle.

 

2. “Ich kann nichts”

..oder halt noch nicht gut genug. Oder jemand kann es besser. Also fange ich erst gar nicht an, sondern überlassen es den anderen. Beim genaueren Hinsehen stelle ich fest, dass ich nie gut genug sein werde. Es wird immer jemanden geben, der es noch besser, einfacher, schneller kann. Doch ich habe Potential. Auch DU. Vielleicht wissen wir es nur noch nicht. Lassen wir uns doch nichts vormachen, dass wir angeblich nichts können, eine Generation von Nutznießern sind. Es ist doch viel mehr eine Ausrede, um sich jeder Verantwortung zu entziehen. Wer nichts macht, macht halt nichts falsch. Und das ist der erster und größter Fehler.

 

3. “Ich brauche keine Hilfe”

Ich komme auch alleine klar. Andere um Hilfe zu bitten ist doch was für Versager. Oder aber es offenbart die eigentliche Größe und Stärke des Charakters. Zu erkennen, dass man nicht alles kann und auf die Hilfe andere angewiesen und nicht perfekt ist. Nicht zu stolz zu sein, um Hilfe zu bitten und diese zu akzeptieren, ist ein großer Charakterzug. Dass man dabei Menschen die Möglichkeit gibt sich zu revanchieren oder einem einfach etwas Gutes zu tun, ist ein schöner Nebeneffekt.

 

4. “Ich kenne die Antwort und die lautet ‘Nein’ ”

Oft bitte ich nicht um Hilfe oder frage nicht um Erlaubnis, weil ich die vermeintliche Antwort bereits kenne. Als Kind wusste ich von vornherein, dass meine Eltern zu bestimmten Sachen einfach “Nein” sagen würden. Da war es einfacher die Kekse aus der Keksdose zu nehmen und sich halt im Nachhinein zu entschuldigen und zu versprechen es nicht noch mal zu tun. Sich zu entschuldigen oder zu rechtfertigen ist halt einfacher als um Hilfe oder Erlaubnis zu bitten. Dabei lasse ich außer Acht, dass das Einbeziehen anderer für mein persönliches soziales Leben mindestens so wichtig ist, wie für ein gutes und unkompliziertes Miteinander.
Du wirst erstaunt sein, wie oft du doch ein “Ja” zu hören bekommst.

 

5. “Jaaa, mache ich morgen”

…oder halt nie. Morgen habe ich ganz bestimmt mehr Zeit und mehr Lust und generell ist es Morgen besser. Was Morgen sein wird, weißt weder du noch ich. Was wir aber wissen ist, dass es morgen nicht besser wird. Weder werde ich mehr Zeit noch mehr Motivation haben. Die Arbeit wird nicht weniger anspruchsvoll sein, die Motivation wird nicht größer sein. Es ist lediglich eine Lüge, ähm Ausrede, Dinge nicht angehen zu wollen. Es wird immer Dinge und Arbeiten geben, auf die wir keine Lust haben, die aber gemacht werden müssen. Daher – eat the frog first.

 

6. “Ich warte auf den richtigen Augenblick”

Den Chef um eine Gehaltserhöhung bitten oder das hübsche Mädchen / den tollen Typen ansprechen? Der passende Augenblick war gestern oder vielleicht kommt er morgen. Doch jetzt? Nee besser nicht. Aber wenn ich nichts tue, werde ich warten müssen, lange warten. Sicher sollte ich nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber öffnen muss ich diese schon. Es gibt doch nichts Schlimmeres, als in der Ungewissheit zu leben. Auf den richtigen Augenblick zu warten ist, als würde man auf die Deutsche Bahn warten. In Timbuktu.

 

7. Die leidige “Wenn-Dann-Glücklich” Gleichung

Wenn ich doch nur einen Sixpack hätte oder wenn ich wenigstens 15 Kilo weniger auf die Waage bringen würde. Mit einem besseren Job, mit dem Traumpartner, dem Traumauto und dem Traumhaus dann, ja dann wäre ich glücklich. Ganz bestimmt. Dass dem nicht so ist weiß jeder und beim genaueren betrachten sieht man, dass auch in der tollsten Beziehung schon mal gezofft wird, dass der beste Job seine Herausforderungen hat und auch in der schönsten Stadt der Welt die Wohnungen nicht kostenlos sind. Sicher gibt es Städte, Jobs, Partner die einen Unterschied machen. Keine Frage. Aber worauf es eigentlich ankommt, ist die Sicht auf die jeweiligen Dinge. Wenn ich mein Glück von materiellen Dingen, von anderen Menschen abhängig mache, mache ich mich zum Sklaven derer. Und der Traumpartner? Na, wenn der mich nicht glücklich macht, mache ich ihn halt für mein unglücklichsein verantwortlich und ruiniere damit einfach sein Leben und meins nebenher. Gemeinsam einsam… Eine Wenn-Dann-Glücklich-Gleichung wird niemals aufgehen.

 

8. “Das Leben hasst mich”

Warum muss es immer mich treffen? Womit habe ich das verdient? Ich habe einfach kein Glück im Leben, das Schicksal ist einfach ein mieser Verräter und das Leben hasst mich einfach. Dass es mir eigentlich ziemlich gut geht und ich ein doch recht privilegiertes Leben habe, blende ich dabei zu gerne aus. Ich sehe einfach nur die Menschen, denen es vermeintlich besser geht. Bei Ihnen scheint einfach alles besser zu klappen. Aber vielleicht ist das alles nur eine Maske? Blicke ich wirklich hinter die Kulissen oder lasse ich mich von den Äußerlichkeiten blenden? Bin ich so sehr auf meine Probleme fixiert, dass ich die Lösung übersehen und dabei die Dankbarkeit und Motivation vergesse? Ich denke eine neue Perspektive könnte mir hier weiterhelfen.

 

9. “Nächstes Mal wird alles besser”

Nächstes Jahr, der nächste Job, der nächste Partner wird besser, versprochen.
Da ist doch glatt der Weihnachtsmann vor lachen umgefallen. Aber den Weihnachtsmann gibt’s doch gar nicht – genau. Genauso wenig wird nächstes Mal alles besser, wenn ich meine Einstellung nicht ändere. Statt mich auf das nächste Mal zu vertrösten, sollte ich es einfach ordentlich anpacken. Die Höhen und Tiefen nehmen wie sie kommen. Dankbar für die überstandenen Tiefen und die Erfahrungen sein, ebenso mich über die Höhen und das Erlebte freuen. Es wird Zeit, dass ich aufhöre mir etwas vorzumachen und anfange zu leben.

 

10. “Ich brauche Gott nicht”

Was soll ich bitte mit einem Gott in meinem Leben anfangen? Irgendeiner mysteriösen “Person” Rechenschaft schuldig sein? Außerdem kann man seine Existenz nicht beweisen…. Und doch ist da etwas, dass mich dazu bewegt mir Gedanken über Gott und seine Existenz zu machen. Etwas, das mich spüren und fragen lässt, ob da mehr ist. Mehr als nur tagein tagaus zu leben. Mal gute, mal schlechte Tage zu haben und am Ende? Ja, was ist eigentlich am Ende? Alles vorbei und dann kommt das große Nichts? Was passiert eigentlich, wenn ich an einen Gott glaube? An einen Gott, der mich so liebt wie ich bin und nicht so, wie die Menschen es in der Kirche propagieren, sondern so, wie er in der Bibel dargestellt wird. Einen Gott der gerecht ist, der Regeln aufgestellt hat, der sich aber auch meiner Fehler bewusst ist und sich ihrer annimmt, der mich liebt und annimmt wie ich bin. Was wäre dann?

 

11. “Es ist zu spät”

Wie oft sage ich mir, dass es keinen Sinn mehr hat etwas anzufangen, weil es zu spät ist. Studieren? Hey ich bin keine 20 mehr … Zu spät ist es erst, wenn ich tot bin. Solange ich lebe, kann ich noch vieles angehen, vieles in meinem Leben verändern. Klar ist einiges im fortgeschrittenen Alter schwieriger umzusetzen, aber nicht unmöglich und definitiv nicht zu spät.

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